Warum es nicht funktionieren kann !

Vor einigen Wochen ist die heurige Staffel des Bachelors zu Ende gegangen und - ich gestehe! :) - es ist das erste Mal, dass ich einige Folgen davon gesehen habe. Mehr aus Neugier denn wirkliches Verständnis für die Sendung, das fehlt mir nämlich bis heute. Was bewegt Frauen, hierbei mitzumachen? Ja klar, die Möglichkeit, ihren Traumprinzen kennen zu lernen. Sagt man halt. Nur geht das aus meiner Sicht schon mal gar nicht in diesem Format. Warum? Das haben mich einige Freundinnen auch gefragt, also hier meine Gedanken dazu.
1) Es wird die ganz ursprüngliche und trotz allem noch immer für die Mehrheit der Frauen UND Männer innerlich tief verankerte Eroberungsreihenfolge umgedreht. Nicht der Mann erobert seine Traumfrau, sondern die Traumfrau kämpft um ihn. Das bringt schon mal die erste Schwierigkeit: denn spätestens wenn die letzte Rose ergattert ist, bleibt plötzlich die Frage: und was hast DU eigentlich dazu getan? Erleichterung - natürlich! Aber das Gefühl, erobert worden zu sein? Fehlanzeige!
Ich liebe Schwäne, schon immer. Als kleines Mädchen habe ich sie gefüttert und ihren Anmut habe ich immer bewundert. Und noch gar nicht so lang her, da stand ich in Amsterdam auf einer Brücke und weiter vorne in den Grachten schwang sich ein Schwan aus dem Wasser und flog direkt auf mich zu um dann kurz vor mir zu landen. Da erst wurde mir klar, wie riiiiiiesig diese Tiere auch noch dazu sind und wie majestätisch sie erst in der Luft aussehen!
Vollkommen logisch, dass mich die Geschichte von Petra, dem Trauerschwan aus Münster bewegt. Die schwarze Schwänin ist vor einigen Jahren zu einer Weltberühmtheit geworden, als sie sich in ein Tretboot in Form eines überdimensionalen weißen Schwans verliebte. Nachdem sie das Tretboot überall hin verfolgte und anfänglich sogar Annäherungen von Anderen mit Drohgebärden verteidigte, gewöhnte sich "die schwarze Petra" rasch an die Touristen, die sich das Tretboot ausborgten.
An dieser Liebe war so einiges ungewöhnlich.
Verleugnen hilft nicht. Angst vor dir ist energieraubend. Du Tod bist da und keiner weiß wann und wo du auftauchst. Du wirkst so endgültig. Du bist hässlich und gemein und ein widerliches Skelett in einer schwarzen Kutte mit einer riesigen Sense. (eigentlich fühlt es sich besser an dich als Joe Black zu sehen;) Oder noch schlimmer, du bist das Nichts! Das ja nur deswegen so schlimm ist, weil es Nichts nicht gibt und Nichts nicht vorstellbar ist. Das wiederum bringt meinen Verstand dazu Saltos zu schlagen und Synapsen zu verknoten. Du machst, dass alles plötzlich aufhört. Da war sie, die Krux. Alles aus. Was alles? Das Dasein im genetischen Raumanzug. Die Absurdität der Angst vor dem Ende.